Big Data – Kurz und knapp erklärt

Big Data – Kurz und knapp erklärt

In unserer digitalisierten Welt gibt es einige Dinge, die von so großer Bedeutung sind, dass sie uns alle betreffen. Big Data ist eines dieser Dinge – es verwandelt nach und nach die Art und Weise, wie wir Unternehmen führen und hat auch Einfluss auf andere Bereiche unseres Lebens. Deshalb sollte wirklich jeder die Grundzüge dieses Konzepts verstehen.

Was ist Big Data?

Big Data hat viele unterschiedliche Bedeutungen, weshalb es gar keine allgemein gültige Definition gibt und vermutlich auch nie geben wird. Nichtsdestotrotz verbessert Big Data in so vielen Bereichen die Arbeits- und Vorgehensweise. Deshalb ergibt es Sinn, zumindest ein grobes Verständnis dieses Konzepts zu haben.

Die Grundidee hinter dem Begriff ist, dass alles, was wir tun, mehr und mehr digitale Spuren bzw. Daten hinterlässt, die sowohl von uns als auch von anderen genutzt und analysiert werden können. Big Data bezieht sich dabei auf diese gesammelten Daten und unsere Möglichkeit, sie zu nutzen.

Natürlich ist die Datenerhebung selbst nicht neu. Wir Menschen sammeln und speichern schon seit Tausenden von Jahren Daten und Informationen. Neu aber sind die jüngsten technologischen Fortschritte in der Chip-und Sensortechnologie, im Internet, im Cloud Computing und in der Fähigkeit, Daten zu speichern und zu analysieren.

Dinge, die seit Jahrzehnten ein Teil unseres Alltags sind, z. B. Einkaufen, Musik hören, Fotografieren oder Telefonieren, geschehen nun zunehmend ganz oder teilweise digital und hinterlassen dabei eine Spur von Daten. Eine weitere große Veränderung finden wir in der Art von Daten, die wir analysieren können. Früher waren dies überwiegend Daten, die in Tabellen und Kalkulationen passten – beispielsweise Verkaufszahlen, Preisübersichten oder die Anzahl der Kunden. Heute können Datenanalytiker auch unstrukturierte Daten wie Fotos, Tweets, E-Mails, Sprachaufnahmen etc. begutachten und bestimmte Muster erkennen.

Wie wird Big Data verwendet?

Wie bei jeder neuen Innovation, kann ein Werkzeug für gute oder missbräuchliche Zwecke eingesetzt werden. Manche Menschen sorgen sich um ihre Privatsphäre, da immer mehr Details unseres Lebens und unserer Gewohnheiten, auch die von Unternehmen, Agenturen und Regierungen täglich aufgezeichnet und analysiert werden. Diese Sorgen sind durchaus begründet und nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, doch nach und nach entwickelt sich auch hier ein Zusammenspiel aus Regeln und Vorschriften, um die Nutzer zu schützen.

Die Vorteile von Big Data überwiegen aber sehr deutlich! Unternehmen nutzen Big Data, um ihre Kunden besser zu verstehen und Neukunden zu gewinnen. Mit Big Data können Einzelhändler beispielsweise vorhersagen, welche Produkte verkauft werden. KFZ-Versicherungsgesellschaften können feststellen, wie sicher ihre Kunden tatsächlich fahren.

Mit diesem Konzept können auch Geschäftsprozesse optimiert werden. Einzelhändler können ihre Bestände optimieren, indem sie analysieren, wonach die Nutzer in Sozialen Netzwerken oder im Internet suchen. Lieferketten können so optimiert werden. So werden in der Auslieferung weniger Treibstoffe benötigt, die Produkte erreichen die Kunden schneller.

Doch Big Data geht weit über Einkauf und Konsum hinaus. Umfangreiche Datenanalysen ermöglichen z. B., neue Heilmittel für Krankheiten zu finden, die Ausbreitung von Krankheiten besser zu verstehen und vorherzusagen. Bei der Polizei werden Big Data-Tools auch dazu genutzt, Kriminelle ausfindig zu machen und gar vorherzusagen, wann kriminelle Aktivitäten geplant sind. Auch Kreditkartenunternehmen nutzen Big Data-Analysen, beispielsweise um betrügerische Transaktionen zu erkennen. Einige Städte setzen auf Big Data, damit sie sich zunehmend in sogenannte Smart Cities verwandeln können – Städte, in denen z. B. ein Bus weiß, dass er auf einen verspäteten Zug warten soll, wo Verkehrssignale das Verkehrsaufkommen vorhersagen und daran arbeiten, Staus zu vermeiden.

Warum ist Big Data so wichtig?

Big Data ist vor allem wichtig, da es sich dabei um einen Trend handelt, der im Laufe der Zeit immer weiter wachsen wird.

Da die Tools zum Sammeln und Analysieren der Daten immer erschwinglicher und so für immer mehr Menschen zugänglich sind, werden auch zunehmend weitere Einsatzmöglichkeiten entwickelt – von intelligenten Yoga-Matten bis hin zu verbesserten Tools für Gesundheitswesen und Polizei.

Wer in unserer modernen Welt lebt, wird dem Trend nicht entkommen. Ganz gleich ob man die Vorteile von Big Data schätzt oder eher Angst um seine Privatsphäre hat, man sollte sich des Phänomens bewusst sein und weiterhin beobachten, wie es nach und nach unseren Alltag verändern wird.

Wir sehen also: Big Data kann keiner entkommen. Deshalb eher früher als später, die Vorteile dieser Technologie erkennen und damit arbeiten. Optimieren Sie Ihre Produktion, Qualität u. v. m. – z. B. mit Predictive Analytics!

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