Programmiersprachen Teil 1 – Java

Programmiersprachen Teil 1 – Java

Programmiersprachen – ohne sie wäre unsere Welt nicht so, wie sie heute ist und die Meta-Level Software AG gäbe es so auch nicht. Das haben wir uns zum Anlass genommen, eine neue Artikel-Reihe zu starten. Nach und nach möchten wir Ihnen die unterschiedlichsten Programmiersprachen vorstellen. Starten werden wir mit unserem heutigen Blogartikel zum Thema „Java“.

Die Geschichte der Programmiersprache Java

Mit dem Jahr 1995 trat auch die Programmiersprache Java auf den Plan und veränderte sowohl die Arbeitsweise von Webentwicklern als auch unseren Alltag. Denn Java ist mittlerweile Teil unseres täglichen Lebens: Ganz selbstverständlich sind wir jederzeit online und können von überall auf Anwendungen und Inhalte zugreifen. Dank Java sind unsere Geräte heute intelligenter und funktioneller.

In den frühen 1990er Jahren war die Ausweitung der Leistungsfähigkeit des Network Computing auf Aktivitäten des Alltags noch Zukunftsmusik und für viele unvorstellbar. Im Jahr 1991 gab es aber eine kleine Gruppe von Sun Microsystems Informatikern, die das „Green Team“ genannt wurden und den nächsten Schritt der Computerentwicklung in der Vereinigung digitaler Geräte und Computern sahen. Unter der Leitung von James Gosling arbeitete das Team unermüdlich und entwickelte die Programmiersprache, die unsere Welt revolutionieren würde – Java. Das Team demonstrierte die neue Sprache zunächst an einem Home-Entertainment-Controller, der ursprünglich für das Kabelfernsehen gedacht war – ein Konzept, dass zu dieser Zeit nicht funktionierte. Aber die Programmiersprache erwies sich als genau richtig für das Internet, das gerade erst in den Babyschuhen steckte. 1995 gab das Team bekannt, dass der Internetbrowser Netscape Navigator Java-Technologie enthalten würde.

Und heute finden wir die Programmiersprache Java nicht nur im Internet, sondern auch in zahlreichen Anwendungen und Geräten unseres Alltags. Java ist überall – z. B. auf Smartphones, in Videospielen, in Businesssoftware und in Navigationssystemen.

Definition & Funktionsweise

Mit der Programmiersprache Java geschriebene Software funktioniert auf mehreren Plattformen. Wenn ein Programmierer eine Java-Anwendung schreibt, kann der kompilierte Code auf den meisten Betriebssystemen, wie etwa Windows, Linux, UNIX oder Mac OS, ausgeführt werden. Java leitet einen Großteil seiner Syntax aus den Programmiersprachen C und C ++ ab.

Mit Java können sogenannte Applets (von einem Browser ausgeführte Programme) erstellt werden, die eine wie in Desktop-Anwendungen übliche grafische Benutzeroberfläche (Graphical User Interface, GUI) besitzen und die Interaktion des Benutzers mit der Web-Anwendung erleichtern. Vor den Java-Applets waren Websites normalerweise statisch und nicht interaktiv. Allerdings wurden sie mit der Veröffentlichung konkurrierender Produkte wie Adobe Flash immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Java-Applets werden in einem Webbrowser mit der Java Virtual Machine (JVM) ausgeführt, die den Java-Bytecode in Prozessoranweisungen umwandelt und die Ausführung eines indirekten Betriebssystems oder einer Plattform ermöglicht.

Neben den Java-Applets spricht man auch von den eigenständig laufenden Java-Anwendungen (Java Applications), die uneingeschränkt alles das tun können, was auch in anderen Programmiersprachen wie C# oder C++ machbar ist. Anwendungen müssen in irgendeiner Form vom Anwender installiert werden, bevor sie gestartet werden können.

Zwischen Web- und Desktop-Anwendungen ist Java Web Start angesiedelt. Java Web Start zielt darauf ab, die besten Eigenschaften beider Welten zu vereinen. So werden Anwendungen für Java Web Start ähnlich wie Applets aus dem Internet geladen. Einmal heruntergeladen werden die Anwendungen lokal gespeichert. Der Nutzer muss also nicht jedesmal zu einer Website surfen, um das Applet zu starten, sondern kann die Anwendungen lokal auf dem PC starten. Sie können somit auch völlig unabhängig vom Browser laufen.

Wenn eine Anwendung für Java Web Start heruntergeladen wird, die im Internet aktualisiert und in einer neuen Version vorliegt, wird automatisch bei einem Start der lokalen Anwendung die neue Version aus dem Internet heruntergeladen. Der Vorteil wird deutlich: Updates können automatisch gefunden und durchgeführt werden.

Bei Servlets handelt es sich um in Java entwickelte Anwendungen, die in Webserver eingebettet werden. So wie Applets innerhalb eines Browsers laufen, laufen Servlets in Webservern ab. Servlets werden eingesetzt, um im Internet interaktive Dienste zur Verfügung zu stellen. Wenn zum Beispiel Daten in ein Formular einer Webseite eingegeben werden und das Formular abgeschickt wird, können diese Daten von einem Java-Programm auf dem Webserver entgegengenommen und verarbeitet werden. Derartige Java-Programme werden Servlets genannt.

Die Java-Programmentwicklung erfordert ein Java-Software-Entwicklungskit, das in der Regel einen Compiler, einen Interpreter, einen Dokumentationsgenerator sowie weitere Tools enthält, die zur Erstellung einer vollständigen Anwendung verwendet werden.

Die für die Entwicklung benötigte Zeit kann durch den Einsatz von integrierten Entwicklungsumgebungen wie Eclipse, NetBeans, IntelliJ IDEA oder JCreator beschleunigt werden. Diese Umgebungen erleichtern u.a. die Entwicklung von GUIs, zu denen Elemente wie Schaltflächen, Textfelder und andere Objekte, die über Drag-and-Drop- oder Klick-Aktionen funktionieren, gehören.


Sie sehen also, die Programmiersprache hat in den 1990er Jahren eine Tür zu ganz neuen Möglichkeiten geöffnet. Egal ob Unternehmen ein individuelles Webportal erstellen oder eine „klassische“ Anwendung entwickeln lassen wollten, der Kreativität waren und sind bis heute keine Grenzen gesetzt. Spielen Sie auch mit dem Gedanken Ihr Unternehmen mit Hilfe eines Webportals oder Online-Plattform zu modernisieren? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf, unser Team berät Sie gerne.

 

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