Was ist Apache Cassandra? – Eine kurze Einführung

Was ist Apache Cassandra? – Eine kurze Einführung

Nachdem wir im Vorfeld schon erklärt haben, worum es sich bei Apache Spark handelt, präsentieren wir Ihnen in unserem heutigen Artikel Apache Cassandra – eine praktische Datenbanklösung für Unternehmen mit wachsenden Datensätzen.

Was steckt hinter Apache Cassandra?

Apache Cassandra ist eine skalierbares NoSQL-Datenbanksystem, das Nutzern die Möglichkeit bietet, große Mengen strukturierter und unstrukturierter Daten zu speichern. Im Bereich „Big Data“ gehört es in die Kategorie der strukturierten Speicher und ist einfach gesagt, eine alternative bzw. zusätzliche Datenspeicheroption. Ursprünglich 2008 von Facebook als Open Source freigegeben, kombiniert Cassandra die Technologie der „verteilten Systeme“ von Amazon Dynamo und dem spaltenbasierten BigTable-Datenmodell von Google.

Cassandras Fähigkeit, unkompliziert auf mehrere Rechenzentren zu skalieren, ist der Grund, warum sich viele Unternehmen für Cassandra entscheiden, um ihre Daten in der Cloud zu speichern. Sie profitieren von der dezentralisieren Struktur und Replikationsstrategie, um ihre Daten vor Ausfällen zu schützen.

Beliebte Nutzungsmöglichkeiten

  • Zeitreihen-Datenmodell: Aufgrund des Datenmodells profitiert Cassandra von leistungsfähigen Schreiboperationen, die sich sehr gut dazu eignen, sequentiell erfasste Daten zu speichern und zu analysieren (z. B. Sensormessungen, Anwendungsprotokolle etc.). Der Vorteil entsteht dadurch, dass die Zeilen in einer Spalte von der Anwendung und nicht von einem vordefinierten Schema bestimmt werden. Jede Zeile in einer Spaltenfamilie kann eine unterschiedliche Anzahl von Spalten enthalten und die Spaltennamen müssen nicht übereinstimmen.
  • Speichern von Schlüsselwert-Daten mit hoher Verfügbarkeit: Webseiten wie Reddit haben beschlossen, Cassandra als dauerhaften Cache für ihre Daten zu verwenden. Mit zunehmendem Datenverkehr kann Cassandra linear und ohne Ausfallzeiten skalieren.

Hauptmerkmale der Cassandra-Datenbanklösung

  • Flexibles Datenmodell: Die in Cassandra integrierten Dynamo- und BigTable-Konzepte ermöglichen komplexe Datenstrukturen, die in traditionellen relationalen Datenbanken nur schwer zu modellieren wären. Das Modell arbeitet mit einer Vielzahl von Anwendungsfällen zur Datenmodellierung.
  • Kein Single Point of Failure: In einem Cassandra-Cluster existiert kein Master-Node. Die Daten werden über den Cluster verteilt und jeder Knoten kann Lese- und Schreibanforderungen verarbeiten. Bei der Konfiguration mit der richtigen Datenreplikationsstrategie können einzelne Knotenausfälle ohne Ausfallzeit toleriert werden.
  • Linerare Skalierbarkeit: Standardmäßig werden alle in einem Cluster gespeicherten Daten über den gesamten Cluster verteilt. Als Ergebnis des Hinzufügens neuer Knoten zu einem Cluster werden Daten gleichmäßigerer über die Knoten verteilt, wodurch die Last, unter der sich jeder Knoten befindet, reduziert wird.

Die Vorteile im Überblick

  • Die Architektur passt gut zu den wachsenden Datensätzen der Unternehmen.
  • Die dezentralisierte Architektur eines Cassandra-Clusters eignet sich gut für Cloud-Bereitstellungen mit hoher Verfügbarkeit. Mit steigender Kapazitätsanforderung eines Clusters werden die Lese- und Schreibanforderungen zunehmen.
  • Das flexible Datenmodell eignet sich gut für schreiblastige Anwendungen, bei denen die Tatsache ausgenutzt werden kann, dass Zeilen nicht für jede Zeile einer Spaltenfamilie dieselbe feste Anzahl von Spalten benötigen.

Benötigen Sie auch eine Datenbanklösung für Ihr Unternehmen? Wir beraten Sie gerne hierzu und finden eine passgenaue Lösung für Ihre Unternehmensstruktur!

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